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Es war wohl der große griechische Philosoph Aristoteles, der vor reichlich 2000 Jahren die Weisheit besaß, zu folgender Schlussfolgerung zu kommen:

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.

Nun mögen Sie, liebe Leser*Innen und sonstige Lesende, sich möglicherweise die Frage stellen: „Und was hat das alles mit diesem Karnevalsverein zu tun?“

Viel, so möchten wir entgegnen, viel!

Denn es waren diverse Vereinsmitglieder*Innen, die sich an etwas Großes gemacht haben - die Neugestaltung unseres Vereinsheimes, unserer Narrhalla, der Heimat der Marbacher Vereine, unserem SuFz.

Und es waren nicht nur MKCler, sondern auch Sportfreunde, heute auch MBV-Burschen, die sich in den vergangenen Tagen und Wochen auf dem Gelände des Sportgeländes engagiert haben, um etwas wirklich Schönes und Neues zu schaffen.Endlich wurde die alte Dreckpiste im Zugang zur Sporthalle entfernt und die zuvor etwas lieblos dahingepflanzte Treppenanlage durch eine barrierearme Rampe ersetzt. Natürlich hätten wir das alles auf fremdem Grund nicht gemacht, wenn es nicht auch einen Mehrwert für uns Vereine als Nutzer der Anlage hätte. Aber mal ehrlich, guckt mal hin, trefflicher als mit der Arbeit von motivierten Vereinsmitgliedern, die richtig Freude am Herstellen dieses Werkes hatten, hätte es wohl auch die teuerste Fachfirma nicht hinbekommen.

Apropos Fachfirma. Selbstredend wäre das alles nicht oder deutlich schwerer ohne die fachkundige Unterstützung von BSP und dessen Inhaber Matthias Poßecker entstanden. Danke auch dafür, großes Tennis. Wir sind noch nicht am Ende, also wir sind noch nicht fertig mit unseren baulichen Aktivitäten. Doch wir haben auch immer noch Freude, diese Aktivitäten weiter zu forcieren. Für unsere Vereine, für Marbach und damit auch für Sie und euch. Wir werden weiter berichten, bleiben Sie gespannt.

Und weil wir ja auch immer „soschiähler“ werden, verlinken wir hier gern noch auf den Beitrag unseres Soschiäl-Mädchen-Teams, die auf Insta einfach schneller waren als das konventionelle Internetz:

Nun müssen wir nicht mehr lange auf Silvester warten

Wenn man im Internet nach „Warten auf Silvester“ googelt, dann findet man schnell den Spruch:

“Ich muss gar nicht auf Silvester warten, einen Knall habe ich schon lange.“

Klingt irgendwie nach einem närrischen Slogan, wenn man sich selbst nicht zu ernst nimmt, um schließlich andere aufs Korn nehmen zu können.

In diesem Jahr hat man nach 2 Jahren des Verbots von Feuerwerksverkauf auch noch zusätzlich eine Diskussion eröffnet, wie unverantwortlich es doch wäre, in Zeiten von Kriegen in Europa und ohnehin wider dem Schutz von Um- und Tierwelt Silvesterknaller zu zünden. Gefühlt gab es daher in diesem Jahr auch weniger Knallkörper zu kaufen. Und damit schließt sich auch hier der Bogen zum närrischen Brauchtum: Müssen wir denn Traditionen und Bräuche immer gleich in Frage stellen, nur weil unsere gesellschaftliche Entwicklung neue pseudobedeutsame Themen völlig überhöht? Jeder erwartet von uns Toleranz, wenn Menschen sich plötzlich nicht mehr entscheiden können, ob sie nun Männlein oder Weiblein sein. Der/die Veganer*in erwartet Verständnis, dass er/sie weder Fleisch noch Fisch is(s)t. Warum werden anderen also schlechte Gewissen gemacht, wenn sie an Bräuchen, die es in Europa nachweislich seit dem 14. Jahrhundert gibt, festhalten und den Abschied vom alten Jahr eben mit etwas Knall und Feuerwerk begehen wollen.

Irgendwann kommt es noch so weit, dass die silvesterliche Tradition des „Dinner for One“ im Fernsehen verboten wird, weil das Bild ohnehin nicht farb- und UHD-tauglich ist, die Trunksucht einer älteren Dame und deren Spätfolgen für den armen Butler beinahe glorifiziert werden. Dass die Dame zudem nicht Herr ihrer Sinne ist, wenn sie gar nicht mehr realisiert, dass Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom längst verschieden sind, sei an dieser Stelle nur am Rande erwähnt. Obwohl der letzte ihrer Freunde vor 25 Jahren gestorben ist, prostet Miss Sophie ihnen weiterhin zu. Als hätte sie den WhatsApp-Status der Herren nicht mal gecheckt („Zuletzt online am …“) oder mal in die Facebook-, Twitter- oder Insta-Beiträge geschaut, die die Herren zuletzt als rüstige Frührentner gezeigt hätten, während Miss Sophie ihren 90. feiert.

Naja, wie auch immer, so ist es halt mit der Tradition: mag sie zuweilen auch etwas altbacken und in schwarz-weiß daher kommen, so ist und bleibt es eben Tradition - die wir von unseren Eltern vermittelt bekamen und die wir zumindest versuchen, an unsere Kinder weiterzugeben.

Aber ganz gleich, ob auch ihr Närrinnen und Narren nun Feuerwerkstraditionalisten seid oder ihr auch ohne Feuerwerk einen Knall habt, heute ist Silvester. Und wie auch immer ihr euren Silvesterabend begeht, das alte Jahr hat nur noch wenige Stunden, die euch zum Warten verbleiben.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne Silvesterparty, einen guten Rutsch in das bevorstehende 2023 und für dieses nur das Beste. Bleibt gesund und vor allen Dingen närrisch!

 Am heutigen Tage hat uns die traurige Nachricht ereilt, dass unser langjähriges Mitglied und Ehrenmitglied

Anton Kaiser

Anton Kaiser

für immer von uns gegangen ist.

Anton war eines dieser Marbacher Urgesteine. In der Feuerwehr schon seit Mitte der 50er aktiv, fand er relativ früh auch den Weg zum noch jungen MKC. Unseren Verein prägte er über viele Jahre ein gutes Stück mit, er war Teil der legendären "Ladenhorcher" (1974-1981/82) und hatte zahlreiche Auftritte als einer der "Lustigen Gesellen". Auch wenn es mal etwas zu werkeln gab, brachte Anton als gelernter Tischler sein Talent stets zum Wohle unseres Vereins ein.

Zuletzt aktiv auf der Bühne sah man ihn den Jahren 2005/2006 als Teil der zu je 50 Prozent aus "Alt" und "Jung" besetzten "Fifty-Fifties".

Auch nach seiner Zeit als aktiver Narr blieb er dem Verein und der närrischen Sache treu, man sah ihn häufig bei den Seniorenveranstaltungen und bereits im Jahre 2001 wurde er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

Nun, im Alter von närrischen 88 Jahren hat sein großes karnevalistisches Herz aufgehört zu schlagen.

Wir verneigen uns in tiefer Trauer, Dankbarkeit und Respekt vor Anton Kaiser. Wir werden dir immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, wir wünschen ihnen Kraft in diesen schweren Stunden und Trost in der Erinnerung an Antons langes und erfülltes Leben.

Der Vorstand des Marbacher Karneval Club e.V.
im Namen aller Mitglieder

 

Zur Erinnerung an Anton Kaiser hier noch ein paar Impressionen aus seinen Jahren als aktiver Karnevalist:

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***

Stille Nacht…

Heute, Kinder, wird‘s was geben. Heute werden wir uns freuen.

Vor einigen Jahren fragte unser Fußball-Kaiser, überwältigt vom sagenhaften Angebot eines Telekommunikationsunternehmens: „Ja is‘ den heut‘ schon Weihnachten?“ Ja, liebe närrische Lesergemeinde, heute ist Weihnachten. Heute ist der Heilige Abend, die Stille Nacht, die Heilige Nacht.

Wir alle haben unsere Rituale, unsere Traditionen für diesen Tag. Manch einer rennt noch schnell in den Einzelhandel, weil ihm die Geschenke fehlen. Danke an dieser Stelle an alle Einzelhandels-Bediensteten, dass ihr dies überhaupt möglich macht. In vielen Familien wird heute der Baum 🌲 geputzt, damit heute Nachmittag oder am frühen Abend die Bescherung unterm Tannenbaum stattfinden kann. So mancher schmeißt sich heute in den roten Mantel (und damit ist keineswegs unsere närrische MKC-Uniform gemeint) und beschert die leuchtenden Kinderaugen, während er (oder sie) bei Familie, Freunden oder in der Nachbarschaft einen Weihnachtsmann-Auftritt hinlegt.

Am Nachmittag oder zum Abendessen kommt die ganze Familie zusammen und auch da gibt es ganz ganz unterschiedliche Bräuche: die einen halten das heutige Abendmahl bewusst ganz bescheiden - Würstchen mit Kartoffelsalat oder ein Fischgericht - die nächsten Tage werden schließlich opulent genug. Die anderen lassen es heute schon krachen, wenn der Raclette-Grill brennt oder der Fonduetopf brodelt.

Und schliesslich ist heute der Tag, an dem die meisten von uns (das eine Mal im Jahr) den Weg in die Kirchen finden - gar nicht so bewusst im Andenken an die Geburt Jesu im Stall in Bethlehem. Viele eher als Eltern und Großeltern, wenn das (Enkel-)Kind einen Auftritt im Krippenspiel hat, manche aber einfach auch, weil es am Weihnachtsheiligabend nichts besseres gibt, als sich das „Warten auf‘s Christkind“ mit einem Spaziergang in die Kirche zu verkürzen. Schließlich werden dort heute die Melodien gespielt, die jeder kennt und so fällt es heute auch nicht auf, dass man als ungeübter Kirchgänger zumeist die Lieder nicht mitsingen kann. Außerdem trifft man Menschen aus dem Ort, kann sich schöne Weihnachten und alles Gute für das bevorstehende neue Jahr wünschen.

Ganz gleich, welche Traditionen bei Ihnen, bei euch heute zur Anwendung kommen, am Ende der Weihnachtsfeiertage werden wir sehr wahrscheinlich feststellen, dass wir wieder viel zu viel gegessen haben, weil es uns eigentlich (zu) gut geht. Schön, dass es so ist. Und dennoch, ist es nicht gerade der Sinn von Weihnachten, auch an diejenigen zu denken, denen es nicht so gut geht - so wie einst Maria und Joseph, die auf der Suche nach einer Schlafstatt nirgendwo hereingebeten wurden und daher schließlich Gottes Sohn in einem Stall das Licht dieser Welt erblickte.

Dieser Tage las ich in der Zeitung einen Artikel von einer jungen Frau (gerade 20), für die es „ihre“ Aufgabe für den Heiligabend war und ist, für Menschen, die Weihnachten alleine sind, für einsame Seelen, eine Weihnachtsfeier auszurichten. Respekt, für so viel Engagement und Nächstenliebe - erst recht in der eigentlich verlorenen Generation Z.

Nehmen wir uns also an dieser jungen Frau ein Beispiel, schenken wir zum Weihnachtsfest Liebe, zeigen uns besonders hilfsbereit, dankbar und mitfühlend. Vergessen wir nicht, dass es Menschen gibt, denen es erheblich schlechter als uns selbst. Denn das ist der Sinn von Weihnachten.

Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden des Marbacher Karnevals ein paar besinnliche, erholsame und schöne Weihnachtsfeiertage. Möge Ihr und euer Weihnachten genau so sein, wie Sie resp. ihr euch das vorgestellt habt.

Oder um es mit den Worten des kleinen Lord Fauntleroy zu schließen, der erst gestern Abend wieder im Fernsehen flimmerte: „Frohe Weihnachten wünschen wir ihnen allen! Und allen Menschen überall! Frohes, gesegnetes Fest!“

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Als wir vor einigen Tagen in unserem Saisonbeginn-Beitrag feststellen mussten, dass wir leider niemanden aus unserem Redaktionsteam zum Trainingslager unserer Garde vor Ort hatten, waren unsere Mädels enttäuscht. 
Nach 3 Jahren ohne Trainingslager durch Corona war bei den Gardetänzerinnen die Vorfreude riesig. Endlich wieder mal gemeinsam raus kommen, dann noch einen schönen Abend mit den alten Säckinnen und Säcken 😂 vom Verein verbringen können und dazu noch einen schönen Artikel zur Konservierung der Erinnerungen für die Nachwelt. Schön gedacht, aber dann fährt keiner von der schreibenden Zunft mit und die Erlebnisse würden mit der Zeit verblassen.

Zum Glück sehen unsere Mädels nicht nur gut aus, sie haben auch schlaue Köpfe und haben sich daher kurzerhand überlegt, dass, wenn die Redaktion nicht zu den Mädels kommt, die Mädels eben einfach auf die Redaktion zugehen.

Gesagt, getan, haben sie eben ihre Eindrücke selbst festgehalten und unserer Redaktion zugespielt. Skandaljournalisten à la Bildzeitung, wie wir nun mal sind, haben wir unsere eigene Geschichte draus gemacht.

Die Story beginnt recht profan:
Der Freitagnachmittag vor der Abreise stand ganz im Zeichen solch spektakulärer Dinge wie Koffer packen, Trainingssachen zusammensuchen und dann, endlich, ab nach Tambach Dietharz.

Dass unsere Garde eine hohe Strahlkraft hat, zeigt nicht nur die immer positive Resonanz bei ihren Auftritten, auch der hohe Zulauf von Nachwuchstänzerinnen zeugt von dem Umstand, dass wir aktuell keine Nachwuchssorgen haben müssen. Der Tross bestand daher aus fast 20 Mädels - bitte kommt aber nicht auf die Idee, dass wir künftig die Narrhalla ausbauen müssen, damit ihr alle Platz auf der Bühne findet. Obwohl, warum eigentlich nicht. Vielleicht laden wir ja mal namhafte Erfurter Bundestagsabgeordnete ein, die sich davon überzeugen können, dass das kleine SuFz für den prosperierendendsten Ortsteil von Erfurt einfach zu wenig ist und die legen dann gemeinsam ein Bundesprogramm „Unser SuFz muss größer werden“ auf.

„Da wir viele neue Mädels in letzter Zeit für unsere Gruppe gewinnen konnten, war uns ein intensives Kennenlernen und neudeutsch ‚Teambuilding’ besonders wichtig.“ sagt Trainerin Frieda Schmidt über die Ziele der Mission Trainingslager 2022.
Aber natürlich sollte es nicht nur darum gehen, so dass nach Ankunft gegen 18 Uhr und dem Bezug der Zimmer und Betten in der Tammicher Jugendherberge nur noch kurz Zeit für eine abendbrötliche Stärkung war, bevor es dann zur ersten Trainingseinheit bis 21 Uhr in die Sporthalle ging. Tagesaufgabe war das Einstudieren neuer Schritte für den Showtanz in dieser Saison. Natürlich sollten Spaß und Gemeinschaftsgefühl nicht vollends vernachlässigt sein - schließlich betreiben wir unseren Karneval immer noch aus Vergnügen, nicht aus kommerziellen Gründen. Also wurden zwischendrin auch Teamspiele eingebaut, so dass die Trainiererei bis in die Abendstunden trotz allem kurzweilig waren.

Unterhaltsam sollte es schließlich auch weitergehen: Filmabend mit Snacks. Unsere Garde wäre nicht unsere Garde, hätten sie irgendwelche Action- oder Liebeskrams geschaut. Natürlich musste ein Tanzfilm sein, Burlesque mit Christina Aguilera, auf dem Beamer überlebensgroß an die die Wand des Trainingsraums geschmissen. Gut, vielleicht war irgendwie Liebe mit dabei, aber die war gar nicht nötig, denn die Mädels hatten es sich mit Decken und Kissen aus den Zimmern geholt, haben sich eingekuschelt und hatten so ihre eigene Situation purer Harmonie geschaffen.

Auch der schönste Filmabend geht einmal zu Ende und so begann nach einer erholsamen Nacht der Samstag um 8 Uhr mit Frühstück. Anschließend war um  9:30 Uhr Trainingsbeginn. Wieder Schrittfolgen pauken, Grundschritte für den Gardetanz,  neue Schritte für den Showtanz, immer und immer wiederholt, bis der Ablauf erst einmal allen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Sind die Grundschritte einmal geläufig, folgt gleich das feilen an Feinheiten. So arbeitete die Garde bis 12 Uhr. Endlich Mittagspause, 2 Stunden Erholung, mal was anderes machen als Tanzen, wieder Kraft tanken 

Dass es danach irgendwie immer noch nicht so weiterging, als ob man nur an Vergnügen denken würde, beschreibt Frieda wiederum sehr treffend: „Danach haben wir bis zum Erbrechen den Ein- und Ausmarsch vom Gardetanz geübt. Mit dem Bilden des Spaliers und allen sonstigen Details, die der normale Zuschauer kaum wahrnimmt, die bei Turnieren aber erfolgsentscheidend sind, ist das ist eine Wissenschaft für sich!“
Nach dem „Erbrechen“ haben sie dann weiter am Showtanz gearbeitet, klingt dann doch ähnlich anstrengend.
Am Ende des Tages haben die Mädels zur Entspannung eine halbe Stunde meditiert und ihre innere Mitte wieder gesucht. Und hoffentlich auch gefunden, denn schließlich wurden ab 17 Uhr die Gäste (Eltern, Freunde und Vereinsmitglieder) erwartet. Die kamen dann auch pünktlich bekamen gleich den aktuellen Stand vom Gardetanz und vom Showtanz aufgeführt. Einhelliges Urteil war, dass die Mädels keineswegs faul gewesen sind. Das konnte sich schon sehen lassen und macht verdammt viel Vorfreude auf die Saison.

Danach folgte der gemeinsame Grillabend mit den Gästen. Es war fast ein wenig wie bei Dschingis Khans „Moskau“, denn es wurde gemeinsam getanzt, getrunken, gesungen und ganz viel gelacht - der MKC lebt.
Jetzt geht die Musikalität mir mir durch, denn ich denke gerade an: Wir singen he, he, he, hebt die Bratwürste.“ Die waren nämlich irgendwann dank Meistergriller Olli fertig gegrillt, dazu wurden Salate, selbst gebackenes Brot und viele weitere Groß- und Kleinigkeiten. Natürlich gab es auch ausreichend zu trinken. Bier, Schnäpse und selbst gemachten Himbeerlikör, und, und, und. Dass der Abend gelungen war, hatten wir schon erwähnt, denn Jung und Alt waren gleichermaßen rundherum zufrieden.

Abends sind alle hundemüde ins Bett gefallen und der Nachtschlaf  war auch bitter nötig, denn am Sonntag gab es wieder um 8 Uhr Frühstück und 9:30 Uhr ging es genauso wieder mit dem Training los. Auf dem Programm standen sie Wiederholung des Erlernten vom Samstag sowie Dehnungsübungen und sonstige Elemente (Spagat, Grätschwinkelsprung, Beinführung, Russenkreisel). Darf man eigentlich noch Russenkreisel sagen? Egal, es geht um Sport und nicht um Geopolitik.

Zum Schluss wurden gemeinsam die letzten Tage ausgewertet und festgehalten, was jeder einzelne gut fand uns was man beim nächsten Mal noch besser machen könnte. 12:30 Uhr war schließlich Feierabend und nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen und Koffer packen wurde die Heimreise angetreten. 

Die Mädels haben viel von dem Wochenende mitgenommen. Leider mussten sie auch die Erfahrung mitnehmen, Samstag früh auf dem Weg zur Trainingshalle einen Autounfall mitzunehmen. Zum Glück wurde niemand verletzt, so dass nur Blechschäden zu beklagen waren.
Ebenso mussten die Mädels lernen, dass eine Jugendherberge kein 5-Sterne-Hotel ist. 12 Mädels mussten sich eine Dusche teilen - naja, wenigstens war sie warm.
Und schlussendlich konnten sie auch auf Reisen weibliche Grundtugenden nicht vollends ablegen. Abends vor dem Schlafengehen war das Gegackere in den Zimmer laut, dass man meinen könnte, man säße in Uli Hanemanns Hühnerstall. Lag es am Training, am Likör oder auch am mangelnden Sauerstoff infolge zu intensiven Gackerns: einige Mädels wähnten sich wohl in Rio und hielten in der Dunkelheit der Schornstein von Nebenhaus für Jesus. Was soll‘s, Tambach oder Rio, Hauptsache Trainingslager.

Letzteres war alles in allem eine richtige Entscheidung und zur Wiederholung empfohlen. Und wenn dann unsere Mädels sich irgendwann mal bei Turnierwettkämpfen präsentieren, sind wir uns ganz sicher: was uns gefällt, was Ihnen gefällt, das gefällt auch den Juroren. Sieg für den MKC